Wo ist der Unterschied zwischen WTF und ITF

Wo ist der Unterschied zwischen WTF und ITF

Das Olympische Taekwondo ist ein Sport und gehört zur WTF ( Südkorea ) , welcher olympisch ist , die Kampfkunst Taekwondo wird von der ITF ( Nordkorea ) , einem anderen Weltverband vertreten.

 

Es ist schwierig, die wichtigen Unterschiede sauber herauszuarbeiten, da vieles von außen betrachtet wirklich sehr schwer nachvollziehbar ist. Trotzdem ist es möglich dies klar zu erläutern da es einen einzigen großen Unterschied gibt . Der WTF ist im Gegensatz zum ITF olympisch und auch ein größerer Verband mit dem man an größeren Meisterschaften teilnimmt. Bei den olympischen Spielen selbst, gibt es eigene Regeln für den WTF . Es gibt Systeme bei der Punktanzahl , Rundanzahl , Trefferanzahl und auch für den Schutz.

 

Wir müssen da wohl zwischen Taekwondo als Kampfsport und dem Taekwondo als Kampfkunst unterscheiden. Das Taekwondo der WTF (World Taekwondo Federation of South Korea) ist sehr stark wettkampforientiert. Im Gegensatz dazu, gibt es das Taekwondo der ITF (International Taekwondo Federation of Nord Korea) welches sich wohl deutlich mehr als Kampfkunst versteht, da es Unterschiede gibt.

 

Ursprünglich hat das Taekwondo die gleichen Wurzeln und es gab im Grunde keinen Unterschied, jedoch strebte Südkorea an Taekwondo olympisch zu machen. Neben der ohnehin schon vorhandenen politischen Trennung, vertiefte dies die Spaltung im Taekwondo selbst, und man machte den WTF olympisch. Viele Taekwondo-Aktive der ITF lehnen das von der WTF praktizierte Taekwondo ab, da es ihrer Meinung nach stark verwässert sei und nicht mehr die Bezeichnung Taekwondo verdiene. Das gleiche behauptete der olympische WTF vom ITF.

Darüber kann man geteilter Auffassung sein, denn jeder hat eine eigene Meinung dazu . Tatsache jedoch ist, dass es im Sport immer um gewinnen oder verlieren geht. Damit verbunden sind auch ganz spezifische Entwicklungen. Es werden Regeln aufgestellt, die bestimmte Techniken verbieten, Wertungen für bestimmte Techniken vorgeben. Die Folge ist: Die Wettkämpfer trainieren so, dass sie im Wettkampf die am größten möglichen Erfolge erzielen können. Sie eliminieren daher Techniken, die verboten sind. Ebenso werden Techniken, mit denen nur schlecht Wertungen zu erzielen sind aus dem Trainingsprogramm gestrichen und Techniken, die nur kleine Wertungen ermöglichen aus dem Repertoire verbannt. Die Folge ist klar: Die Kunst verliert ihren Reichtum an Techniken, was sehr schade ist, aber auch nicht wirklich zu ändern ist da die Orientierung hauptsächlich auf das Gewinnen gesetzt ist.

Ursprünglich war Taekwondo so wie alle anderen Kampfkünste übrigens auch natürlich zur Verteidigung geschaffen worden. Es ging darum, den Gegnern, die teils sogar schwer bewaffnet waren, die Stirn bieten zu können ohne eine Waffe , um sich gegen sie zu verteidigen. Hierzu war Taekwondo ein adäquates Mittel.

Dass nun im Sport-Taekwondo viele Techniken nicht mehr enthalten sind heißt nun nicht zwangsläufig, dass dieses zur reinen Verteidigung gänzlich ungeeignet wäre. Das ist mitnichten der Fall. Jedoch ist ein nicht Wettkampf-orientiertes Taekwondo natürlich deutlich freier in der Wahl der Techniken und Mittel. Deshalb dürfte das Training in einem traditionell ausgerichteten Verein bzw. einer traditionell ausgerichteten Taekwondo-Schule die richtige Wahl sein, wenn es darum geht, Taekwondo als Verteidigungskunst zu erlernen.

 

Sollten Sie Taekwondo als Vollkontakt Kampfsport vorziehen und auch auf Wettkämpfen teilnehmen wollen, sollten Sie darauf achten das Ihr Taekwondo verein den WTF angehört!

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